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Inhalte und Ziele

Das Projekt: „Versorgung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher in Deutschland – Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse“ wurde vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert und lief vom November 2014 bis Februar 2017.

Ziele des Projekts waren sowohl die Bestandsaufnahme der quantitativen als auch der qualitativen Versorgungssituation psychisch kranker Kinder und Jugendlicher zu erörtern, dazu gehörte u.a. die Verzahnung und Zugänglichkeit von Leistungen sowie die Analyse der Zielgruppenerreichung und Behandlungsergebnisse.

Die folgenden Themen standen dabei im Fokus:

• Ambulante und stationäre psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung und Rehabilitation

• Sonstige Leistungen für psychisch kranke Kinder und Jugendliche nach SGB V z.B. im Rahmen der kinderärztlichen Versorgung und sozialpädiatrische Zentren

• Verzahnung der SGB V-Leistungen mit weiteren Leistungsbereichen: o Leistungen in Zuständigkeit der Länder und Kommunen (z.B. Kinder- und Jugendhilfe oder Kinder- und jugendpsychiatrischer Dienste, Beratungsleistungen einschließlich Suchtberatung, schulpsychiatrischer Dienst) o Sonstige Sozialgesetzbücher (SGB VIII, SGB IX, SGB XII)

• Jugendliche und junge Erwachsene: Transition in die Erwachsenensysteme und Übergänge in die Arbeit

• Abgleich regionaler Besonderheiten: urbane/ländliche Regionen, Ost/West, soziale Brenn-punkte, soziodemographische Besonderheiten etc.

• Umfang und Qualität von Hilfeleistungen außerhalb psychiatrisch und psychotherapeutischer Dienste und Einrichtungen

Zielgruppe

Primäre Adressaten waren:

• Kinder und Jugendliche mit psychischen Störungen und/oder (drohender) seelischer Behinderung

• Eltern psychisch kranker Kinder und Jugendlicher sowie sonstige Angehörige

• Kinder mit einem erhöhten Risiko eine psychische Störung zu entwickeln, z.B. Kinder psychisch kranker Eltern und andere psychisch belastete Kinder und Jugendliche, bei denen noch präventiv der Entwicklung einer psychischen Störung vorgebeugt werden kann Sekundäre Adressanten waren:

• Verantwortliche für die Planung, Steuerung und Organisation von Hilfen für psychisch kranke Kinder und Jugendliche

• Ärzte/Ärztinnen, Psychotherapeuten/Psychotherapeutinnen, Sozialarbeiter/Sozialpädagoginnen, Psychologen/Psychologinnen, Pflegekräfte und sonstige professionelle Helfer/Helferinnen für psychisch kranke Kinder und Jugendliche

• Lehrerinnen und Lehrer in Schulen für Erziehungshilfe und in der inklusiven Beschulung

Methodische Vorgehensweise

Wissenschaftliche Analysen

Der empirische Teil sah vor, bestehende Daten zur Epidemiologie und zur Versorgungssituation von psychisch kranken Kindern und Jugendlichen in Form von Sekundäranalysen aufzubereiten.

Verwendet werden sollten u.a. die Daten der ersten Welle des KiGGS-Surveys sowie die Krankenhaus- und Krankenkassendaten. Aufbauend auf der Sichtung und Zusammenfassung der epidemiologischen und Versorgungsdaten wurden eigene quantitative und qualitative Studien durchgeführt, die gezielt bestehende Wissenslücken füllen, um im Rahmen eines Folgeprojektes Handlungsempfehlungen abzuleiten und die Versorgung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher langfristig zu verbessern.

Ständiger Austausch mit Praxisvertretern

Die Ergebnisse der Datenerhebungen und –analysen wurden im Rahmen einer eigens für das Projekt gegründeten Expertenkommission besprochen und die weitere Vorgehensweise mit der Kommission abgestimmt. Die Expertenkommission ermöglichte einen aktiven fachlichen Austausch im Rahmen des Projekts und die Einbringung von Ideen, Wünschen und Anmerkungen.

Mitglieder der Expertenkommission waren ausgewählte Vertreter und Vertreterinnen von Ministerien sowie relevanter Bundesarbeitsgemeinschaften, Verbände, Fachgesellschaften und Vereine. Neben der Expertenkommission gab es Workshops zu speziellen Themen. Zu diesen Workshops waren Vertreter und Vertreterinnen von Ministerien sowie relevanter Bundesarbeitsgemeinschaften, Verbände, Fachgesellschaften und Vereine auf einer breiteren Ebene eingeladen .

Den Projektbericht finden Sie demnächst auf unserer Homepage www.apk-ev.de.